style="position:right;top:20px;left:0px;width:10px;height:27px;" />

diary reika jmusic site contact affis sis sis2

Gratis bloggen bei
myblog.de


Inhaltsverzeichnis


» Bedeutung
» Style (Visual Kei)
» Major und Indies
» Verkauf und Fangemeinde

Bedeutung

Außerhalb Asiens wird unter den Abkürzungen J-Rock/J-Pop in den meisten Fällen alles zusammengefasst, was an moderner, japanischer Musik Europa und Amerika erreicht. Eine klare Abgrenzung der Begriffe ist somit schwierig.

Das Klangrepertoire vieler japanischer Bands, ist - im Vergleich zu Europa - häufig größer und wird eklektisch zusammengeführt. Angefangen bei Balladen, über Pop-, Rock- und Metal-Elemente bis hin zu klassischer Musik kommen zahlreiche weitere Komponenten zum Einsatz, die von Album zu Album, wenn nicht sogar von Lied zu Lied alternieren und eine eindeutige Definition nahezu unmöglich machen. Nicht selten werden sogar verschiedene Stilrichtungen in einem Lied vereint. Trotzdem lässt sich im Allgemeinen sagen, ob eine Band mehr in Richtung Pop oder eher Richtung Rock tendiert. Oft hat J-Rock Shred-Elemente mit vielen komplizierten, hohen und schnellen Gitarrensoli. J-Rock von Crush 40 (mit Jun Senoue) wird oft in Spielen von SEGA & Sonic Team wie z.B. Sonic Adventure 1 & 2 gespielt.

Style (Visual Kei)

Visual Kei ist eine Stilrichtung vor allem innerhalb der japanischen Independent-Szene und wurde von Bands wie X Japan, Malice Mizer und Dir en grey populär gemacht.

Im Visual Kei gibt es keinen festen Look, den Künstlern sind beim Aussehen keine Grenzen gesetzt – erlaubt ist, was gefällt. Die verschiedensten modischen Elemente wie Punk, New Romantic und Gothic, aber auch stilisierte Schuluniformen und Fantasiekostüme werden miteinander kombiniert, sodass daraus eigenständige Stile entstehen können (z. B. „Elegant Gothic Lolita“ oder „Elegant Gothic Aristocrat“. Meist herrscht bei den überwiegend männlichen Musikern androgynes Outfit vor, auch Crossdressing ist keine Seltenheit.

Visual Kei ist nicht statisch, sondern verändert sich mit jedem Auftritt. Die Musiker hüllen sich zudem über ihre Biografien gern in Schweigen oder geben fiktive Daten an, um ein undurchschaubares und wandelbares Image aufrecht zu erhalten.

Major und Indies

Ob eine Band als "Indies" oder als "Major" bezeichnet wird, hängt eigentlich davon ab, ob sie unter einem "Major" Label produziert wird. Die Karriere beginnt entweder über Beziehungen oder über das Einsenden von Demo-Tapes, die teilweise auch als Erstes in kleiner Stückzahl zum Verkauf angeboten werden. Gute Bands werden dann gewöhnlich von einem Manager, nicht selten auch einer Managerin, unter einem Indies-Label produziert. Hat eine Indies-Band genug Anerkennung und Fans gesammelt, erhält sie ein Angebot von einem bekannteren Label und darf als "major" bezeichnet werden. Manche Labels vertreiben auch beide Arten von Bands und wiederum andere sind die eigenen Labels großer Künstler. Außerdem gibt es Major Bands, die Indies-Bands, die sie mögen, in ihre Obhut nehmen. Allerdings muss man sagen, dass sich "Indies" zwischenzeitlich fast zu einem eigenen Genre entwickelt hat, das sich in Clubs und auf kleineren Veranstaltungen verbreitet, anstatt auf großen Bühnen wie dem sehr wichtigen Shibuya AX, dem Tokyo Dome und natürlich dem Budokan zu spielen. Nicht alle Bands haben ein Interesse daran, "major" zu werden, da sie sich im Indies-Bereich, der sogar seinen eigenen Teil in Magazinen erhält, einen Namen machen können.

In Japan gibt es zudem Billig-Labels, die Bands fördern, die sowohl Musik als auch Aussehen bekannter Künstler imitieren, um damit Geld zu verdienen.

Bemerkung: Auf Konzerten japanischer Bands wird für gewöhnlich zwar mitgesungen, jedoch nicht geklatscht. Statt dessen wirft man die Arme im Rhythmus des Liedes nach vorne.


Verkauf und Fangemeinde

Besonders unter Fans des Visual Kei findet sich ein Phänomen namens Cosplay. Der Name setzt sich aus "Costume" (engl. für Kostüm) und "Play" (engl. für Spiel) zusammen. An bestimmten Orten in großen Städten, zu Auftritten der Künstler und auf Fantreffen kostümiert man sich möglichst naturgetreu nach dem Vorbild seiner Idole – je komplizierter das Kostüm, desto besser. Manche Künstler sind bereits dazu übergegangen, ihre Kostüme so detailliert zu gestalten, dass eine perfekte Imitation unmöglich ist.
Andere haben wiederum einen eigenen Stil erfunden, wie zum Beispiel den der "Gothic Lolita" – ein mädchenhaft-süßer, und doch dunkler Kleider-Stil mit viel schwarzer Spitze und meist Plateau- und Handschuhen. Gothic Lolitas laufen angeblich auch täglich auf den Straßen der Städte herum und lassen sich gegen Geld mit Touristen fotografieren. Der eigentliche Trend stammt jedoch nicht aus einer Modewelle, sondern von einem Gitarristen Namens Mana, der den Stil für seine eigene Kostümierung erfunden hat und inzwischen in einem eigenen Laden vertreibt.

Wie Mana haben auch andere Musiker Designer-Fähigkeiten: Die Kostüme des Visual Kei werden von den Musikern selbst entworfen und nach ihren Wünschen gefertigt. Aber auch gewöhnliche J-Rock- und J-Pop-Künstler designen Krawatten, Gitarrenmodelle und sogar Unterhosen.

Die Ware dient dem Merchandising und der Promotion, sowie des künstlerischen Ausdrucks. Wie auch in der westlichen Kultur gibt es in Japan eigene, bunte Musikzeitschriften (Vicious, ShoXX, Fool's Mate,...), Radioshows und Fernsehsendungen (HotWave, Bee Friday, Pink Paparazzi,...). Natürlich hat Japan auch seine eigenen "Charts". Die wichtigsten und meist-zitierten Tabellen für J-Rock und J-Pop sind dabei die "Oricon Charts", die den Erfolg einer Gruppe oder eines Künstlers am Verkauf seiner Ware messen.

Dazu kommen Werbeverträge und eine Ausbreitung auf andere Gebiete, die die Musiker nutzen, um ihrer Kunst auch auf andere Weise Ausdruck zu verleihen. Man findet ihre Stimmen in Anime-Vertonungen wieder oder als Models auf Hochglanzmagazinen, liest ihre Biographien oder hört sich ihre Vertonungen fremder Bücher an. 2003 entstand auch zum ersten Mal ein kompletter Film mit zwei der in Japan bekanntesten Sänger: Gackt, dem derzeit wohl bekanntesten Pop-Idol Japans, und Hyde, dem Lead-Sänger der Band "L'Arc~en~Ciel". Der moderne Vampirfilm "MoonChild" wurde von Gackt als Teil eines großen Projekts selbst geschrieben.

Am wichtigsten für die Promotion ist vermutlich die Produktion von Musikvideos der Singles für Sender wie das Japanische MTV. Sie werden "Promotion Video" – kurz PV – genannt und fallen mindestens so vielfältig aus, wie die Videos, die wir in Deutschland auf "Viva" und "MTV" zu sehen bekommen.

Man sieht also, dass J-Rock und J-Pop ein weites Gebiet umfassen, dass an Form und Vielfalt der westlichen Musikkultur stark ähnelt und teilweise auch über sie hinaus geht.